Jade

„Meine Schwester, meine Mutter und ich, das ist Wir gegen den Rest der Welt.“ Jade (19) sah Kung Fu Panda schon als Kindergartenkind und war sofort begeistert. Sie ist eine fantastische Sprinterin, aber man kann auch zu schnell gehen und sich zu sehr unter Druck setzen. Ein Burnout lehrte sie viel über sich selbst. Heute leitet sie eine Kung-Fu-Schule.
Aus dem Interview:
„Ich war vier, als ich Kung Fu Panda im Kino gesehen habe. Ich sagte: ‘Mama, das will ich auch machen!‘ Draußen wurden Flyer verteilt, weil die Kung-Fu-Schule sich mit dem Kino zusammengetan hatte. Bei der Probestunde sah ich viele Mädchen. Nach dieser ersten Stunde war ich verliebt. Ich wusste, das wollte ich für den Rest meines Lebens machen.
Das Schöne an dem Film ist, dass sogar ein tapsiges Tier wie ein Panda zu einem Krieger heranwachsen kann. Ich fand das so cool. Ich schaue ihn mir immer noch manchmal an. Teil vier ist gerade erschienen. Es ist ein toller Film für Kinder.
Kung Fu wird zu einem Teil deines Lebens. Es ist nicht nur Selbstverteidigung oder ein Sport. Es ist eine Philosophie, die sagt, dass man nie aufhört zu lernen, dass man an seinen Fähigkeiten arbeitet, in der Schule aufpasst, zu Hause Verantwortung übernimmt, indem man sein Zimmer aufräumt. Das große Ganze. Bei uns kommen alle möglichen Menschen zusammen — reich, arm, alle Ethnien — und sie bilden ein großes Ganzes. Das ist die Kung-Fu-Familie.
Man meldet sich gleich für ein Jahr an. Für Vier- und Fünfjährige geht es eher darum, sich selbst bewusst zu werden und zu lernen, dass die eigenen Handlungen andere beeinflussen. Meinen Junior-Schwarzgurt bekam ich mit acht. Mit dreizehn erlangte ich meinen Erwachsenen-Schwarzgurt. Seit ich elf war, assistiere ich, und mit dreizehn habe ich angefangen, selbst zu unterrichten.
Ich unterrichte auch Erwachsene. Am Anfang mussten sich die Männer erst an mich gewöhnen. Man konnte förmlich sehen, wie sie dachten: ‘Was macht dieser kleine Wurm denn hier?‘ Aber jetzt nehmen sie mich ernst.“
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